tanzende und lachende Frau

Meine Freundin Kati hat es mir gezeigt, Bosse kann es schon immer und manchmal brauche ich das auch:

AUGEN ZU UND TANZEN!

Bleiben wir bei Bosse

“Komm schon und tanz mit mir,
lass doch den Trübsinn hinter dir.
Die Band zieht sich aus für dich
und du bewegst dich nicht.
Was bringt dich aus dem Takt?
Wer bricht in deine Nacht?

Zieh deine Regenjacke aus,
zieh bitte diese Regenjacke aus

Komm schon und tanz mit mir
komm schon und tanz mit mir.
Jede Bewegung, jede Umdrehung bewegt mich.
Tanz mit mir, tanz mit mir…

…. dreh deinen Po im Kreis,
bis du von nichts mehr weißt” (Bosse, Tanz mit mir).

Ich weiß, ich weiß, Aki Bosse wird immer wieder von uns zitiert und ja, wir sind ihm verfallen. Er bewegt uns wahrscheinlich deshalb so sehr, weil er einfach echt wirkt. Und auch wenn wir ihn nicht kennen, meinen wir genau zu wissen, was er meint. Er drückt es nicht nur in seinen Texten aus, sondern vor allem auch in seinem Tanz. Denn wenn Bosse tanzt dann sieht das nicht unbedingt schön aus und das soll es auch gar nicht. Wenn er tanzt – und das tut er immer – dann bewegt er sich ohne Plan und gerade das macht es so schön. Sein Schweiß tanzt mit und alle anderen auch. Die Braunschweiger Zeitung betitelt einen seiner Auftritte mit: “Das wilde Kind kommt zurück”. Ich finde das äußerst passend. Bosse lässt raus, was ihn ausmacht, was er schon als Kind war und immer noch ist.

Bleiben wir bei uns

Wenn wir tanzen, abspacken, alles ab- und rausschütteln, können wir alles vergessen und sind gerade deshalb genau bei uns. Wir vergessen den Moment, uns selbst, alles, was wir sein wollen sowieso und alles drumherum noch viel mehr.

Florence singt:

“Shake it out, shake it out,
Shake it out, shake it out, ooh whoa.
And it’s hard to dance with a devil on your back
So shake him off, oh whoa” (Florence and the machine, Shake it out).

Da machen wir gerne mit. Also gleich mal den Teufel rausschmeißen, alles raus shaken und raus lassen. Aber nicht nur zur Musik von Bosse und Florence kann getanzt werden. Tätä, Tätä, Tätää, die 5. Jahreszeit hat gerade erst begonnen und zu Karnevalsmusik können wir auch wunderbar bescheuert tanzen. Spiegel online fragt bei Gunter Kreutz – Musikkognitionsforscher von der Uni Oldenburg- nach, ob es gesund ist, zum Karneval zu gehen, zu tanzen und zu singen. Kreutz sagt dazu aber klar: “Die Menschen fiebern dem Karneval entgegen, obwohl die meisten ihn schon oft erlebt haben. Sie gehen die fünfte Jahreszeit immer wieder mit neuer Frische an, weil das Bedürfnis des Menschen zu feiern beinahe unerschöpflich ist – genauso wie die Energie für das Tanzen”. Und weiter erklärt er: “Sich zu Musik zu bewegen, sei es nach Tanzschritten oder frei, wirkt entspannend und ist eine Wohltat für die Seele”. Diese Wohltat kennen wir nur zu gut.

Bleiben wir locker

Und ja, manchmal gibt es danach ein unschönes Erwachen. Der nächste Arbeitstag wartet ungeduldig und die Pflichten rufen laut. Der Kopf dröhnt noch immer, die Gedanken kreisen viel zu schnell, um noch hinterher zu kommen. Aber der Moment war da, das Gefühl hat gestimmt und es hat sich gelohnt.

Ich gehe heute eine Runde tanzen. Mit Anna und Rebecca, mit Augen zu, ohne Regenjacke, ohne Plan und das in Köln. Wir sind nämlich nicht nur Bosse, sondern auch Köln – mit und ohne Karneval – verfallen. Und vielleicht gibt es Morgen früh ein unschönes Erwachen. Aber das ist jetzt egal.

Eure Katharina!

Share: