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Irgendwie habe ich keine Lust mehr, das aufzuschreiben. Aber es muss gemacht werden. Auch noch im Jahr 2019: Frauen verdienen 21 Prozent weniger als Männer, machen zusätzlich mehr unbezahlte Arbeit, übernehmen mehr Aufgaben im Haushalt, kümmern sich mehr um die Kinder (einer neuen Studie zufolge betreuen sie den Nachwuchs 21, Männer dagegen nur 8 Stunden pro Woche), pflegen öfter Familienangehörige, haben am Ende ihres Lebens eine beschissene Rente und sind eher von Altersarmut bedroht.


Alles nicht so schlimm – bitte lächeln


Zusätzlich sollen sie noch über die Witze alter Männer lachen, die Frauen mit Doppelnamen nicht ertragen. Bitte nicht so verkrampft. Immer schön lächeln. Ist doch alles halb so schlimm.


Ich weiß, dass viele das nicht mehr hören können. Vor allem Männer nicht. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Deswegen: Wie wäre es, wenn wir es einfach ändern? Dann bräuchten wir nicht mehr drüber zu sprechen. Und könnten uns schöneren Dingen zuwenden.


Dabei ist eins klar: Erst wenn Frauen endlich gleichberechtigt sind, sind auch Männer wirklich frei. Sie könnten sich dann viel leichter entscheiden – gegen Karriere und für die Kinder oder umgekehrt oder für beides. Und wären endlich nicht mehr so sehr auf die alten Rollen festgelegt, auf die des Ernährers und des abwesenden Vaters zum Beispiel. Auch sie könnten ihr Leben viel freier gestalten und würden von der Gleichberechtigung der Frauen profitieren.


Es ist Frauentag – lasst uns streiken!


Damit das endlich geschieht, streiken wir von Frida heute am Frauentag – wie so viele Frauen und auch Queers – auf der ganzen Welt. Etliche Initiativen haben allein in Deutschland dazu aufgerufen, am 8. März um 5 vor 12 Uhr die Arbeit niederzulegen. Um zu zeigen, dass die Welt still steht, wenn mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung einfach aufhört zu funktionieren.


Ganz egal ob im Büro, auf der Baustelle, am Krankenbett oder im Kinderzimmer. Dann muss eben der Mann kommen und übernehmen. Zumindest für einen Tag. Das wäre schon mal ein Anfang.


 Macht mit! Wir sind dabei! #ichstreike8M


Quellen:
https://frauenstreik.org/
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/frauen-oefter-von-armut-bedroht-als-maenner-a-1256653.html
http://www.spiegel.de/karriere/flexible-arbeitszeiten-und-homeoffice-belasten-eltern-zusaetzlich-a-1255914.html
https://www.sueddeutsche.de/karriere/gender-pay-gap-1.435527



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