Heiß und kalt

Es ist heiß! Sehr heiß! Du sehnst dich nach Schatten und Ruhe. Aber die Sonne brennt, die Temperaturen steigen und von Abkühlung keine Spur.

Doch dann, wie aus dem nichts läuft dir ein kalter Schauer über den Rücken. So richtig kalt. Heißkalt.

Da ist Sie, die heißkalte Melancholie. Ein Gefühl von Traurigkeit und Leere. Wir nennen Sie, die Sommerleere. Vielleicht so etwas wie Lana Del Rays summertimesadness. Die trüben Gedanken die dich sonst gewöhnlich im Winter, vorzüglich im dunklen November treffen. Warum kommen Sie gerade jetzt?

Schön und schaurig

Eigentlich ist doch alles in Ordnung. Es sind Sommer- und Semesterferien. Die Sonne scheint, die Abende sind warm. Wichtige Menschen aus Politik, Wirtschaft und Sport schalten einen kleinen Gang runter und machen weniger auf sich aufmerksam. Es gibt weniger heiße News, die Medien machen Siesta. Und es gibt Platz für Neues. Aber was ist, wenn dieser Platz nicht ausgefüllt, sondern leer ist?

Süß und sauer

Leer zu sein, sich leer zu fühlen, das kann frustrieren. Aber es kann auch so wahnsinnig gut tun.

Das gelingt besonders gut, wenn man nichts tut. Langsamer werden, langsam sein. Sich langweilen, so wie früher in den Sommerferien.

Il dolce far niente. Das süße Nichtstun. Am besten gepaart mit dem süßen Nichtsdenken.

Die Sommerleere schenkt dir eine kleine Auszeit. Gib dir keine Mühe, streng dich nicht an. Lehn dich einfach zurück und lass Sie verstreichen. Sie wird süß schmecken.

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